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3D-Drucker für Einsteiger: Welcher Drucker passt zu dir?

Ein Ersatzteil für die Kaffeemaschine, eine Figur für den Spieltisch, ein Halter fürs Velo oder ein selbst gestaltetes Geschenk: Mit einem 3D-Drucker kannst du viele Ideen direkt zu Hause umsetzen. Die Geräte sind in den letzten Jahren leistungsfähiger und benutzerfreundlicher geworden. Automatische Druckbett-Nivellierung, hohe Druckgeschwindigkeiten und Mehrfarbendruck machen den Einstieg einfacher als früher.

Gleichzeitig ist die Auswahl gross und die technischen Begriffe können verwirrend sein. FDM, Resin, CoreXY, Bauraum oder Filament – worauf kommt es wirklich an?

In diesem Ratgeber erklären wir dir die Grundlagen, zeigen dir die wichtigsten Kaufkriterien und stellen dir vier 3D-Drucker von Anycubic vor. So findest du heraus, welches Modell zu deinen Projekten und deinem Budget passt.

So funktioniert 3D-Druck

Am Anfang steht ein digitales 3D-Modell. Du kannst es selbst erstellen oder ein fertiges Modell aus einer Online-Bibliothek herunterladen. Anschliessend bereitet eine Software, der sogenannte Slicer, die Druckdaten vor. Der Drucker setzt das Modell Schicht für Schicht um, bis das fertige Objekt entsteht.

Für den Einstieg sind vor allem zwei Druckverfahren interessant.

FDM-Druck mit Filament

Bei diesem Verfahren wird ein Kunststofffaden in einer beheizten Düse geschmolzen und schichtweise aufgetragen. FDM-Drucker eignen sich für Funktionsteile, Gehäuse, Dekorationen, grössere Figuren und mehrfarbige Modelle. Sie sind vielseitig und für viele Heimwerkerprojekte eine gute Wahl.

Resin-Druck mit Kunstharz

Resin-Drucker härten flüssiges Kunstharz mithilfe von Licht aus. Damit lassen sich sehr feine Details und glatte Oberflächen erzielen. Das Verfahren eignet sich besonders für Tabletop-Miniaturen, Modellbau und detailreiche Figuren. Dafür benötigt das Material eine sorgfältige Handhabung und die Drucke müssen nachbearbeitet werden.

Eigenschaft FDM (Filament) Resin (Harz)
Stärke Vielseitigkeit und Funktionsteile Feine Details und glatte Oberflächen
Typische Projekte Gehäuse, Halterungen, Deko Miniaturen, Modellbau, Schmuck
Material Kunststoff auf Spulen Flüssiges Kunstharz
Nachbearbeitung Stützen entfernen, gegebenenfalls schleifen Waschen und UV-Nachhärten
Handhabung Vergleichsweise unkompliziert Schutzmassnahmen und sorgfältige Reinigung nötig

Für die meisten Einsteiger ist ein FDM-Drucker ein guter Ausgangspunkt. Wenn du hauptsächlich kleine, detailreiche Modelle herstellen möchtest, lohnt sich ein Resin-Drucker.

Darauf solltest du beim Kauf achten

1. Die Grösse des Bauraums

Der Bauraum bestimmt, wie gross ein Modell maximal gedruckt werden kann. Für viele Anwendungen reichen 250 × 250 × 250 mm aus. Damit lassen sich zahlreiche Figuren, Ersatzteile, Halterungen und Dekorationsobjekte herstellen.

Wenn du grössere Figuren, Helme oder Cosplay-Teile drucken möchtest, kann ein grösserer Bauraum sinnvoll sein. Kleinere Modelle lassen sich dagegen auch auf einem grossen Drucker herstellen – du bezahlst dann aber für zusätzliche Kapazität, die du vielleicht gar nicht benötigst.

2. Offener oder geschlossener Drucker?

Offene Drucker sind gut zugänglich und eignen sich für viele alltägliche Anwendungen mit Materialien wie PLA und PETG.

Ein geschlossener Drucker hält die Temperatur im Druckraum besser konstant. Das kann besonders bei Materialien wie ABS oder ASA helfen, Verzug zu reduzieren. Ob ein Material tatsächlich verarbeitet werden kann, hängt allerdings auch von der maximalen Düsen- und Druckbetttemperatur sowie den weiteren Geräteeigenschaften ab.

Ein geschlossenes Gehäuse ersetzt ausserdem keine geeigneten Sicherheitsmassnahmen und keine ausreichende Belüftung.

3. Mehrfarbendruck

Mit Mehrfarbendruck kannst du beispielsweise Figuren, Schilder und Dekorationsobjekte in verschiedenen Farben herstellen, ohne sie anschliessend von Hand bemalen zu müssen.

Je nach Drucker ist dafür ein integriertes System oder eine zusätzliche Einheit zur automatischen Filamentzufuhr erforderlich. Bei den maximal beworbenen Farbzahlen solltest du deshalb immer prüfen, welche Erweiterungen du zusätzlich benötigst.

Mehrfarbendruck verursacht zudem Materialwechsel und kann den Verbrauch durch Spülmaterial erhöhen. Für einfache Funktionsteile ist er daher nicht immer notwendig.

4. Filamenttrocknung

Filament kann Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnehmen. Das kann die Druckqualität beeinträchtigen und beispielsweise zu Fäden, Blasen oder einer ungleichmässigen Oberfläche führen.

Ein Trocknungssystem hilft, empfindliche Materialien trocken zu halten. Manche Geräte können das Filament sogar während des Druckens trocknen. Das ist besonders praktisch, wenn du regelmässig druckst oder unterschiedliche Materialien verwendest.

5. Bedienkomfort und Automatisierung

Automatische Nivellierung, Filamentüberwachung und die Wiederaufnahme nach einem Stromausfall können den Alltag deutlich erleichtern. Je nach Modell kommen eine Kamera, eine App-Steuerung oder eine automatische Erkennung von Druckfehlern hinzu.

Gerade am Anfang lohnt es sich, auf eine einfache Bedienung und verfügbare Druckprofile zu achten. So kannst du dich auf deine Projekte konzentrieren, anstatt ständig Einstellungen anpassen zu müssen.

Unsere Anycubic 3D-Drucker im Überblick

Bei derdealer.ch findest du ausgewählte 3D-Drucker und passendes Zubehör von Anycubic. Die folgenden Modelle decken unterschiedliche Anforderungen ab – vom unkomplizierten Einstieg über den geschlossenen Allrounder bis zum grossformatigen Drucker und dem Resin-Verfahren.

Anycubic Kobra X – der Einstieg in den Mehrfarbendruck

Der Anycubic Kobra X bietet ein Druckvolumen von 260 × 260 × 260 mm und unterstützt bereits in der Grundausstattung den Vierfarbendruck. Mit kompatibler Zusatzausrüstung lässt sich das System auf bis zu 19 Farben erweitern.

Die maximale Druckgeschwindigkeit beträgt laut Hersteller 600 mm/s. Der offene Aufbau eignet sich für viele gängige Materialien, darunter PLA, PETG und TPU. Die tatsächlichen Druckzeiten hängen vom Modell, dem Material und den gewählten Einstellungen ab.

Ideal für: Einsteiger, kreative Projekte und alle, die mehrfarbige Modelle herstellen möchten, ohne gleich einen grossformatigen Drucker anzuschaffen.

Anycubic Kobra S1 mit ACE 2 Pro – der geschlossene Allrounder

Der Anycubic Kobra S1 mit ACE 2 Pro kombiniert einen geschlossenen CoreXY-Drucker mit einem System für die Filamentzufuhr und -trocknung.

Der Bauraum misst 250 × 250 × 250 mm. Das ACE 2 Pro ermöglicht den Mehrfarbendruck und unterstützt die aktive Filamenttrocknung bei bis zu 65 °C. Je nach Ausstattung und Erweiterung sind bis zu 16 Farben möglich.

Der geschlossene Aufbau ist besonders interessant, wenn du neben PLA auch weitere Materialien wie ABS oder ASA einsetzen möchtest. Die konkrete Materialeignung hängt von den jeweiligen Druckbedingungen ab.

Ideal für: Maker, die einen vielseitigen Drucker mit geschlossenem Gehäuse, Mehrfarbdruck und Filamenttrocknung suchen.

Anycubic Kobra S1 Max mit ACE 2 Pro – für grosse Projekte

Der Anycubic Kobra S1 Max mit ACE 2 Pro richtet sich an Anwender, die grössere Modelle oder anspruchsvollere technische Bauteile herstellen möchten.

Mit einem Bauraum von 350 × 350 × 350 mm bietet er deutlich mehr Platz als die kleineren Modelle. Die aktive Kammerheizung erreicht laut Hersteller bis zu 65 °C. Das Hotend ist für Temperaturen bis 350 °C ausgelegt, das Druckbett für bis zu 120 °C.

Damit unterstützt das Gerät neben gängigen Kunststoffen auch ausgewählte technische Materialien wie ABS, ASA, PC und faserverstärkte Filamente. Für gute Ergebnisse müssen Material, Druckprofil und Umgebungsbedingungen zusammenpassen.

Mit dem ACE 2 Pro kommt die Möglichkeit zum Mehrfarbendruck hinzu. Je nach Konfiguration sind bis zu 16 Farben möglich.

Ideal für: Fortgeschrittene Maker, grössere Figuren, Cosplay-Projekte, Werkstätten und ausgewählte technische Anwendungen.

Anycubic Photon P1 – für detailreiche Resin-Drucke

Der Anycubic Photon P1 setzt auf Resin statt Filament. Das macht ihn besonders interessant für Projekte, bei denen feine Strukturen und eine hohe Detailtreue gefragt sind.

Anycubic hebt bei diesem Modell unter anderem die Wave-Release-Technologie, die präzise Mechanik und die Unterstützung für hochviskoses Resin hervor. Das sind Eigenschaften, die vor allem für Anwender interessant sind, die sich intensiver mit detailreichen Harzdrucken beschäftigen möchten.

Beim Resin-Druck gehört die Nachbearbeitung zum Prozess: Die Modelle müssen entsprechend dem verwendeten Material gereinigt und nachgehärtet werden. Auch die sichere Handhabung des flüssigen Harzes ist wichtig.

Ideal für: Tabletop-Miniaturen, Modellbau, detailreiche Figuren und andere Projekte, bei denen feine Oberflächen gefragt sind.

Die vier Drucker im direkten Vergleich

Eigenschaft Kobra X Kobra S1 ACE 2 Pro Kobra S1 Max ACE 2 Pro Photon P1
Druckverfahren FDM FDM FDM Resin
Bauraum 260 × 260 × 260 mm 250 × 250 × 250 mm 350 × 350 × 350 mm Resin-Druck
Aufbau Offen Geschlossen Geschlossen, beheizte Kammer Resin-System
Mehrfarbendruck Bis 19 Farben mit Erweiterung Bis 16 Farben Bis 16 Farben Nein
Filamenttrocknung Mit passender Zusatzausrüstung ACE 2 Pro, bis 65 °C ACE 2 Pro, bis 65 °C Nicht zutreffend
Hauptvorteil Vielseitiger Einstieg Geschlossener Allrounder Grosse Drucke und technische Materialien Feine Details

Die Farbanzahl beim FDM-Druck hängt von der jeweiligen Konfiguration ab. Prüfe vor dem Kauf, welche Komponenten im angebotenen Set enthalten sind.

Das richtige Material für dein Projekt

Das Druckverfahren ist nur ein Teil der Entscheidung. Auch das Material beeinflusst, wie einfach sich ein Modell drucken lässt und welche Eigenschaften es später hat.

PLA – der Klassiker für Einsteiger

PLA lässt sich vergleichsweise einfach drucken und eignet sich für Figuren, Dekoration, Prototypen und viele Alltagsgegenstände.

Bei uns findest du Anycubic PLA Filament in verschiedenen Farben.

PLA+ – wenn etwas mehr Zähigkeit gefragt ist

PLA+ bezeichnet eine verbesserte PLA-Variante. Je nach Rezeptur kann sie zäher und weniger spröde sein als klassisches PLA. Die konkreten Eigenschaften unterscheiden sich je nach Hersteller.

Entdecke Anycubic PLA+ Filament.

PETG – für vielseitige Funktionsteile

PETG ist für viele Funktionsteile interessant, weil es robust und vergleichsweise zäh ist. Es eignet sich unter anderem für Halterungen, Gehäuse und ausgewählte Anwendungen im Aussenbereich.

Für Projekte mit hohen Temperaturen, Lebensmittelkontakt oder besonderen mechanischen Anforderungen solltest du die Materialeigenschaften und Einsatzgrenzen genau prüfen.

Hier findest du Anycubic PETG Filament.

Resin – wenn Details im Vordergrund stehen

Resin kommt bei Druckern wie dem Photon P1 zum Einsatz. Das flüssige Harz wird im Druckprozess ausgehärtet und ermöglicht feine Strukturen und glatte Oberflächen.

Das Anycubic Standard Resin ist eine Möglichkeit für den Einstieg. Beachte immer die Sicherheitshinweise des Materials und die erforderlichen Schritte zur Reinigung und Nachhärtung.

Mehr Möglichkeiten mit dem Anycubic ACE 2 Pro

Wenn du deinen kompatiblen FDM-Drucker erweitern möchtest, lohnt sich ein Blick auf den Anycubic ACE 2 Pro.

Das System unterstützt die automatische Filamentzufuhr, Mehrfarbendruck mit kompatiblen Druckern und die aktive Trocknung bei bis zu 65 °C. Welche Farbanzahl möglich ist, hängt vom Druckermodell und der verwendeten Konfiguration ab.

Wichtig: Der ACE 2 Pro und der ACE Pro der ersten Generation können nicht gleichzeitig verwendet werden. Prüfe deshalb vor einer Erweiterung die Kompatibilität mit deinem konkreten Drucker.

Fünf Tipps für deine ersten 3D-Drucke

1. Starte mit einem einfachen Modell.

Beginne mit einem kleinen Objekt und einem unkomplizierten Material wie PLA. So lernst du deinen Drucker kennen, ohne gleich viel Material zu verbrauchen.

2. Verwende passende Druckprofile.

Nutze zunächst die empfohlenen Einstellungen und Profile für deinen Drucker und dein Filament. Passe die Parameter erst an, wenn du mit den Grundlagen vertraut bist.

3. Lagere Filament trocken.

Verschliesse angebrochene Spulen und beachte die Lagerungsempfehlungen des Herstellers. Bei feuchtigkeitsempfindlichen Materialien kann eine geeignete Trocknung die Druckqualität verbessern.

4. Nutze fertige 3D-Modelle.

Online-Bibliotheken bieten zahlreiche Vorlagen für Figuren, Ersatzteile und praktische Alltagshelfer. Achte bei heruntergeladenen Modellen auf die Lizenzbedingungen und darauf, ob das Modell zu deinem Drucker passt.

5. Beachte die Sicherheit.

Beim FDM-Druck werden Düse und Druckbett sehr heiss. Beim Resin-Druck sind geeignete Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille bei Spritzgefahr, ausreichende Belüftung sowie die korrekte Reinigung und Entsorgung besonders wichtig. Befolge immer die Sicherheitshinweise des Druckers und des verwendeten Materials.

Fazit: Welcher 3D-Drucker passt zu dir?

Welcher Drucker der richtige ist, hängt vor allem davon ab, was du herstellen möchtest.

Der Anycubic Kobra X ist eine interessante Wahl für den Einstieg und für alle, die mehrfarbig drucken möchten. Der Kobra S1 mit ACE 2 Pro bietet einen geschlossenen Aufbau und praktische Funktionen für den regelmässigen Einsatz. Wenn du grosse Modelle oder ausgewählte technische Materialien verarbeiten möchtest, ist der Kobra S1 Max mit ACE 2 Pro die passende Option. Für besonders detailreiche Figuren und Miniaturen kommt der Photon P1 mit Resin-Druck ins Spiel.

Überlege dir vor dem Kauf, welche Projekte du umsetzen möchtest, wie viel Platz du brauchst und ob dir Mehrfarbendruck oder einfache Bedienung wichtig sind.

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